Wofür wir stehen

Algorithmen und das AMS Arbeitsmarkt-Chancen-
Modell

Zum Einsatz automatisierter Entscheidungs- und Profilingsysteme im arbeitsmarktpolitischen Bereich. Eine Positionierung von arbeit plus.

Datenbasierte Entscheidungen und technologische Lösungen werden in vielen Lebensbereichen immer wichtiger, so auch in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Das AMS erprobt seit Anfang 2019 ein datenbasiertes, automatisiertes Verfahren zur Einstufung arbeitssuchender Menschen, das AMS Arbeitsmarkt-Chancen-Modell („PAMAS“). PAMAS ordnet Arbeitslose, je nach ihren berechneten (Wieder)Beschäftigungschancen, drei Segmenten zu. Ziel ist es, die Effektivität der eingesetzten Mittel zu steigern. Der Einsatz von PAMAS wirft zahlreiche Fragen auf, unter anderem in Hinblick auf Datenschutz, mögliche Diskriminierung oder ganz allgemein sozialpolitische Visionen und Zielsetzungen.

Dieses Positionspapier stellt PAMAS in den Kontext der Debatte rund um die Potentiale und Gefahren von lernenden Maschinen und Algorithmen in der Sozialpolitik. Im Vordergrund stehen die Erfahrungen der Sozialen Unternehmen seit Einführung von PAMAS, die zeigen, dass das System in seiner jetzigen Form problematisch ist. arbeit plus fordert daher die Verantwortlichen und die Politik auf, PAMAS unter Miteinbeziehung aller relevanten Stakeholder zu adaptieren, transparent zu gestalten und Verantwortung in Hinblick auf Politikgestaltung wahrzunehmen.

Download: arbeit plus Positiospapier Algorithmus und Segmentierung (Stand: September 2019)

10 Punkte für einen inklusiven Arbeitsmarkt – die Kernpositionen von arbeit plus

Als Netzwerk gemeinnütziger, arbeitsmarktpolitischer Unternehmen in Österreich ist es unser Ziel, die Arbeitsmarktpolitik an den entscheidenden Stellen mitzugestalten und mitzubestimmen, um die soziale Ausgrenzung von arbeitslosen Menschen zu verhindern, ihnen neue Chancen zu ermöglichen und der zunehmenden Prekarisierung von Beschäftigungsverhältnissen entgegenzusteuern.

Download: 10 Punkte für einen inklusiven Arbeitsmarkt (Stand: 28. Dezember 2017)

Stellungnahme zur Umsetzung der europäischen Vergaberichtlinien 2014

2014 hat die EU zwei neue Vergaberichtlinien RL 2014/23/EU und RL 2014/24/EU erlassen. Die Zielsetzung dieser Richtlinien ist grundsätzlich die Ausweitung des Vergaberegimes – auch für den sozialen Dienstleistungsbereich. Allerdings anerkennt die EU die Sonderstellung sozialer Dienstleistungen und räumt den Mitgliedstaaten hier breiten Gestaltungsspielraum ein. Die VertreterInnen des sozialen Dienstleistungssektors begrüßen die durch den neuen Rechtsrahmen eingeräumten Spielräume und fordern eine weitest mögliche Umsetzung und Berücksichtigung im österreichischen Recht. Dabei sind die Besonderheiten der Beauftragung von sozialen Dienstleistungen zu berücksichtigen.

Download: Stellungnahme Vergaberichtlinien sowie eine Kurzfassung (Stand: 28. Oktober 2015)

Forderungen für mehr gesellschaftliche Innovation und Sozialunternehmertum in Österreich

VertreterInnen von mehr als 30 Organisationen – ein breiter Querschnitt aus Sozialunternehmen, Wohlfahrtsorganisationen, Stiftungen, Unternehmen sowie Interessenvertretungen – haben im Vorfeld des Multi-Stakeholder-Gipfels im Juni 2014 zusammengearbeitet, um eine gemeinsame Position und Vision für Sozialunternehmertum und gesellschaftliche Innovation in Österreich zu entwickeln. Sie bekräftigen, dass Sozialunternehmertum und gesellschaftliche Innovation für die Zukunft Österreichs von zentraler Bedeutung sind.

Download: Kernpositionen sowie Arbeitspapiere (Stand: 24. Juni 2014)