Arbeitslosigkeit & Beschäftigung von 1946 bis 2025

Die Zahl der Arbeitslosen stieg durch die Pandemie bzw. den mit ihr verbundenen Maßnahmen im Jahr 2020 rapide an. Im Jahresschnitt 2020 waren fast 410.000 Menschen als arbeitslos beim AMS vorgemerkt – so viele wie noch nie zu vor. Die darauf folgenden Jahre waren geprägt von einer überraschend schnellen Erholung am Arbeitsmarkt. Im Jahr 2022 hat sich die Lage am Arbeitsmarkt bereits gedreht: Die Arbeitslosigkeit sank unter das Vorkrisenniveau, und viele Branchen meldeten einen Arbeitskräftemangel. Die rasche Verringerung der Arbeitslosenzahlen ist zum einen auf den postpandemischen Wirtschaftsaufschwung zurückzuführen, zum anderen ist sie das Resultat von gezielten arbeitsmarktpolitischen Programmen. Über weite Teile des Jahres 2023 entwickelte sich der Arbeitsmarkt weiterhin positiv. Mit Jahresende war eine Trendumkehr zu beobachten. Die Rezession und die insgesamt angespannte wirtschaftliche Lage machte sich vor allem in der Industrie und im Tourismus bemerkbar, die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute wurden regelmäßig nach unten korrigiert. Die Rezession hielt bis in das Jahr 2025 hinein an. Erst ab der zweiten Hälfte des Jahres 2025 ist eine minimale wirtschaftliche Erholung zu spüren – das Wifo prognostiziert zum Jahresende ein Wachstum von 0,5% für das Jahr 2025. Die Lage am Arbeitsmarkt ist jedoch weiterhin angespannt. Die Arbeitslosenzahlen steigen weiter, auch wenn sich das Wachstum gegen Ende des Jahres verlangsamt hat.

Im Jahr 2025 waren im Schnitt 317.540 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet (+6,6% im Vergleich zu 2024). Zusätzlich haben im Jahresschnitt 76.496 an einer Schulung teilgenommen. Insgesamt sind das 394.036 Personen und 5,5% mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2025 laut nationaler Berechnung bei 7,4%

2026 und 2027 soll das BIP laut WIFO-Prognosen jeweils über 1% wachsen. Das AMS blickt damit vorsichtig optimistisch in das Jahr 2026 und rechnet mit einer Stabilisierung oder leichten Erholung der Arbeitslosenzahlen. Bis 2027 soll die Arbeitslosenquote laut Prognosen des Wifo auf 7% sinken – einerseits aufgrund von steigender Beschäftigung und andererseits aufgrund des Rückgangs der erwerbsfähigen Bevölkerung.

Mehr Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Arbeitsmarktentwicklungen finden Sie in den Berichten und Auswertungen des AMS bzw. im Arbeitsmarktinformationssystem (AMIS) des BMASGPK.