Statistik: Arbeitslosigkeit & Langzeitbeschäftigungslosigkeit im Jänner 2019

Arbeitslose Personen und Schulungsteilnehmer*innen

Im Jänner 2019 waren 367.979 Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet und weitere 65.406 Personen in Schulungen.

Die Zahl der arbeitslosen oder an Schulungen teilnehmenden Personen insgesamt ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 22.475 Personen gesunken. Nach dem durchgehenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zwischen 2011 und 2016 ist damit seit Frühling 2017 ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Nach Personenmerkmalen differenziert ist die Zahl der arbeitslosen Personen und der Schulungsteilnehmer*innen im Jänner 2019 fast bei allen Gruppen gesunken.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit

Mit dem Indikator der Langzeitbeschäftigungslosigkeit misst das AMS Österreich die Zahl jener Menschen, die sich in lange andauernder, verfestigter Arbeitslosigkeit befinden. Als langzeitbeschäftigungslos werden Personen bezeichnet, die beim AMS Österreich länger als 365 Tage in unterschiedlichen Arbeitsmarkt-Status vorgemerkt waren. Dafür werden unter anderem Zeiten der Arbeitslosigkeit, Lehrstellensuche oder Schulungsteilnahme zu einem Geschäftsfall zusammengefasst und dieser erst nach einer Unterbrechung von mehr als 62 Tagen beendet.

Im Jänner galten in Österreich 104.297 Personen als langzeitbeschäftigungslose Arbeitslose. Damit ging deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 8.909 Personen zurück. Die verbesserte Wirtschaftslage kommt damit auch bei dieser Gruppe an. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass heute dennoch dreimal so viele Menschen von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen sind wie noch vor zehn Jahren.

In relativen Zahlen betrachtet ist die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Arbeitslosen im Jänner 2019 um 7,9 Prozent gesunken.

Fast jede dritte arbeitslose Person ist langzeitbeschäftigungslos

Aufgrund des Anstiegs in den letzten Jahren gibt es jedoch weiterhin eine große Zahl an langzeitbeschäftigungslosen Menschen, denen es trotz anziehender Konjunktur schwer fällt, eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Besonders schwierig ist die Situation für Menschen, bei denen mehrere Vermittlungshemmnisse wie Alter, Langzeitarbeitslosigkeit oder gesundheitliche Probleme zusammentreffen. Fast ein Drittel aller Arbeitslosen sind von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen. Zumindest für ältere langzeitarbeitslose Menschen wäre die Aktion 20.000 eine wichtige Chance gewesen, um wieder einen existenzsichernden Job, eine sinnvolle und gemeinwohlorientierte Beschäftigung und damit eine hoffnungsvolle Perspektive zu finden.

(Stand: 4. Februar 2019)