Statistik: Arbeitslosigkeit im April 2017

Im April 2017 waren 337.923 Personen beim AMS als arbeitssuchend gemeldet und weitere 75.760 Personen in Schulungen. Die Zahl der arbeitslosen oder an Schulungen teilnehmenden Personen ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 11.014 Personen gesunken.

Nach dem durchgehenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zwischen 2011 und 2016 zeichnet sich damit nun schon seit mehreren Monaten tatsächlich eine Trendwende am Arbeitsmarkt ab: der Konjunkturaufschwung reicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu senken.

Nach fünf Jahren steigender Arbeitslosigkeit ist das durchaus ein Grund zur Freude. Dennoch bleibt die Zahl der arbeitslosen Menschen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Und bei vom Arbeitsmarkt benachteiligten Gruppen, wie älteren Personen ab 55 Jahren, bei Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungshemmnissen oder bei langzeitbeschäftigungslosen Menschen ist die Arbeitslosigkeit auch im April 2017 weiter gestiegen.

Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen (inklusive der SchulungsteilnehmerInnen) ist im April 2017 in Österreich – im Vergleich zum Vorjahr – um rund 2,6 Prozent zurückgegangen. Damit ist die Arbeitslosigkeit in sieben Bundesländern rückläufig. Einzig in Wien und Niederösterreich gab es eine leichte Zunahme der Personen in Arbeitslosigkeit und Schulung um 0,3 beziehungsweise 0,4 Prozent.

Betrachtet man die Zahl der beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen differenziert nach Personenmerkmalen, so stechen mehrere Punkte ins Auge:

  • Der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ist eine sehr erfreuliche Nachricht. Unter den älteren Menschen ab 55 Jahren ist die Arbeitslosigkeit jedoch auch im April 2017 weiter gestiegen.
  • Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist im April 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent gesunken. Seit diesem Monat kommt die Trendwende nun auch bei Menschen mit anderer Staatsbürgerschaft an: die Arbeitslosigkeit unter „AusländerInnen“ sank im April 2017 um 2,0 Prozent.
  • Die Zahl der arbeitslosen AkademikerInnen ist im April 2017 weiter gestiegen, während die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit mittlerer und niedriger formaler Ausbildung zurückgegangen ist.
  • Der Gesundheitszustand wirkt sich weiterhin deutlich auf die Situation am Arbeitsmarkt aus: Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im April 2017 mit 6,8 Prozent  im Vergleich zum Vorjahr ebenso deutlich gestiegen, wie die Zahl der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (6,4 Prozent zum Vorjahr). Bei Personen ohne gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen ist die Arbeitslosigkeit hingegen um 7,2 Prozent zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote nach der österreichischen Berechnung beruht auf den Vormerkungen von arbeitssuchenden Menschen im AMS. Sie lag im April 2017 bei 8,6 Prozent (Frauen 8,3%; Männer 8,8%), wobei es auch hier große Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt: In den westlichen Bundesländern ist die Arbeitslosenquote nur etwa halb so hoch wie in Niederösterreich, Kärnten und Wien.

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