Statistik: Arbeitslosigkeit & Langzeitbeschäftigungslosigkeit im November 2017

Arbeitslose Personen und SchulungsteilnehmerInnen

Im Dezember 2017 waren 378.741 Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet und weitere 64.740 Personen in Schulungen. Die Zahl der arbeitslosen oder an Schulungen teilnehmenden Personen insgesamt ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 27.688 Personen gesunken. Nach dem durchgehenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zwischen 2011 und 2016 ist damit im Jahr 2017 ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Nach Personenmerkmalen differenziert ist die Zahl der arbeitslosen Personen und der SchulungsteilnehmerInnen im Dezember 2017 nur bei Personen mit akademischer Ausbildung geringfügig gestiegen. Dies ist laut dem AMS vor allem auf geflüchtete Menschen zurückzuführen, bei denen ein Universitätsabschluss festgestellt worden ist.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit

Mit dem Indikator der Langzeitbeschäftigungslosigkeit misst das AMS Österreich jene Menschen, die sich in lange andauernder, verfestigter Arbeitslosigkeit befinden. Als langzeitbeschäftigungslos werden Menschen bezeichnet, die beim AMS Österreich länger als 365 Tage in unterschiedlichen Arbeitsmarkt-Status vorgemerkt waren. Dafür werden unter anderem Zeiten der Arbeitslosigkeit, Lehrstellensuche oder Schulungsteilnahme zu einem Geschäftsfall zusammengefasst und dieser erst nach einer Unterbrechung von mehr als 62 Tagen beendet.

Im Dezember 2017 galten in Österreich 119.501 Personen als langzeitbeschäftigungslose Arbeitslose. Damit ging deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 10.361 Personen zurück. Dabei handelt es sich – nach einem dramatischen Anstieg in den letzten Jahren – um den stärksten Rückgang seit dem Beginn der öffentlich verfügbaren Aufzeichnungen im Jahr 2007. Der verbesserte Wirtschaftslage kommt damit im Moment auch bei dieser Gruppe an.

In relativen Zahlen betrachtet ist die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Arbeitslosen im Dezember 2017 um 8,0 Prozent gesunken, in der Steiermark und Tirol sogar mehr als doppelt so stark.

Mehr als jeder dritte Arbeitslose ist langzeitbeschäftigungslos

Aufgrund des Anstiegs in den letzten Jahren gibt es jedoch weiterhin eine große Zahl an langzeitbeschäftigungslosen Menschen, denen es trotz anziehender Konjunktur schwer fällt, eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Rund ein Drittel aller Arbeitslosen von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen. Für sie wäre die Aktion 20.000 eine wichtige Chance gewesen, um wieder einen existenzsichernden Job, eine sinnvolle und gemeinwohlorientierte Beschäftigung und damit eine hoffnungsvolle Perspektive zu finden.

(Stand: 3. Jänner 2018)