Statistik: Arbeitslosigkeit & Langzeitbeschäftigungslosigkeit im März 2018

Arbeitslose Personen und SchulungsteilnehmerInnen

Im März 2018 waren 321.903 Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet und weitere 76.600 Personen in Schulungen.

Die Zahl der arbeitslosen oder an Schulungen teilnehmenden Personen insgesamt ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 32.255 Personen gesunken. Nach dem durchgehenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zwischen 2011 und 2016 ist damit seit Frühling 2017 ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Im Jänner 2018 konnte in absoluten Zahlen der laut AMS stärkste Rückgang seit 30 Jahren verzeichnet werden.

Nach Personenmerkmalen differenziert ist die Zahl der arbeitslosen Personen und der SchulungsteilnehmerInnen im März 2018 bei allen Gruppen gesunken. Bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie bei Menschen ohne österreichischer Staatsbürgerschaft ist nur ein schwacher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Der nur schwache Rückgang bei Personen mit akademischer Ausbildung ist laut AMS vor allem auf geflüchtete Menschen zurückzuführen, die nun einen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten haben und bei denen ein Universitätsabschluss festgestellt worden ist.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit

Mit dem Indikator der Langzeitbeschäftigungslosigkeit misst das AMS Österreich die Zahl jener Menschen, die sich in lange andauernder, verfestigter Arbeitslosigkeit befinden. Als langzeitbeschäftigungslos werden Personen bezeichnet, die beim AMS Österreich länger als 365 Tage in unterschiedlichen Arbeitsmarkt-Status vorgemerkt waren. Dafür werden unter anderem Zeiten der Arbeitslosigkeit, Lehrstellensuche oder Schulungsteilnahme zu einem Geschäftsfall zusammengefasst und dieser erst nach einer Unterbrechung von mehr als 62 Tagen beendet.

Im März 2018 galten in Österreich 109.864 Personen als langzeitbeschäftigungslose Arbeitslose. Damit ging deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 14.027 Personen zurück. Die verbesserte Wirtschaftslage kommt damit auch bei dieser Gruppe an. Dennoch sind heute fast dreimal so viele Menschen von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen wie noch vor zehn Jahren.

In relativen Zahlen betrachtet ist die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Arbeitslosen im Februar 2018 um 12,3 Prozent gesunken, in Tirol sogar rund doppelt so stark.

Rund jede dritte arbeitslose Person ist langzeitbeschäftigungslos

Aufgrund des Anstiegs in den letzten Jahren gibt es jedoch weiterhin eine große Zahl an langzeitbeschäftigungslosen Menschen, denen es trotz anziehender Konjunktur schwer fällt, eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Besonders schwierig ist die Situation für Menschen, bei denen mehrere Vermittlungshemmnisse wie Alter, Langzeitarbeitslosigkeit oder gesundheitliche Probleme zusammentreffen. Rund ein Drittel aller Arbeitslosen sind von Langzeitbeschäftigungslosigkeit betroffen. Zumindest für ältere langzeitarbeitslose Menschen wäre die Aktion 20.000 eine wichtige Chance, um wieder einen existenzsichernden Job, eine sinnvolle und gemeinwohlorientierte Beschäftigung und damit eine hoffnungsvolle Perspektive zu finden.

(Stand: 3. April 2018)