Statistik: Arbeitslosigkeit im März 2017

Im März 2017 waren 354.072 Personen beim AMS als arbeitssuchend gemeldet und weitere 76.686 Personen in Schulungen. Die Zahl der arbeitslosen oder an Schulungen teilnehmenden Personen ist damit im Vergleich zum Vorjahr leicht um 7.896 Personen gesunken. Nach dem durchgehenden Anstieg der Arbeitslosigkeit zwischen 2011 und 2016 zeichnet sich damit nun tatsächlich eine Trendwende am Arbeitsmarkt ab: der Konjunkturaufschwung reicht aus, um die Arbeitslosigkeit zu senken.

Nach fünf Jahren steigender Arbeitslosigkeit ist das durchaus ein Grund zur Freude. Dennoch bleibt die Zahl der arbeitslosen Menschen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Und bei vom Arbeitsmarkt benachteiligten Gruppen, wie älteren Personen, Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungshemmnissen oder bei langzeitbeschäftigungslosen Menschen ist die Arbeitslosigkeit auch im März 2017 weiter gestiegen.

Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen (inklusive der SchulungsteilnehmerInnen) ist im März 2017 in Österreich – im Vergleich zum Vorjahr – um rund 1,8 Prozent zurückgegangen. Damit ist die Arbeitslosigkeit bereits in sieben Bundesländern rückläufig. Einzig in Salzburg und Wien gab es noch eine leichte Zunahme der Personen in Arbeitslosigkeit und Schulung um 0,4 Prozent.

Betrachtet man die Zahl der beim AMS vorgemerkten Arbeitslosen differenziert nach Personenmerkmalen, so stechen zahlreiche Punkte ins Auge:

  • Der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen ist eine erfreuliche Nachricht. Unter den älteren Menschen ist die Arbeitslosigkeit jedoch auch im März 2017 noch weiter gestiegen.
  • Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist im März 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent gesunken. Bei Menschen mit einer anderen Staatsbürgerschaft stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr nur noch marginal um 0,1 Prozent.
  • Die Zahl der arbeitslosen AkademikerInnen und Personen mit höherer Ausbildung ist im März 2017 weiter gestiegen, während die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit geringerer formaler Ausbildung zurückgegangen ist.
  • Der Gesundheitszustand wirkt sich weiterhin deutlich auf die Situation am Arbeitsmarkt aus: Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung ist im März 2017 mit 6,3 Prozent  im Vergleich zum Vorjahr ebenso deutlich gestiegen, wie die Zahl der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (6,4 Prozent zum Vorjahr). Bei Personen ohne gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen ist die Arbeitslosigkeit hingegen um 6,2 Prozent zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote nach der österreichischen Berechnung beruht auf den Vormerkungen von arbeitssuchenden Menschen im AMS. Sie lag im März 2017 bei 8,9 Prozent (Frauen 8,1%; Männer 9,6%), wobei es auch hier große Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt: In den westlichen Bundesländern ist die Arbeitslosenquote nur etwa halb so hoch wie im Burgenland, Kärnten und in Wien.

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