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Flucht & Integration in den Arbeitsmarkt

Themenpapier Flucht & Integration in den Arbeitsmarkt (Stand: 9. Oktober 2017)

In 20 Sekunden

Arbeitschancen für geflüchtete Menschen zu schaffen ist ein Gebot der Stunde. Denn eine Erwerbsarbeit ermöglicht ihnen Teilhabe an der Gesellschaft, ist aus menschenrechtlicher Sicht wichtig und macht auch aus volkswirtschaftlicher Sicht Sinn. Soziale Unternehmen sind hier ein wichtiger Partner: Sie haben das nötige Knowhow, um geflüchtete Menschen auf ihrem Weg ins Erwerbsleben bestmöglich zu unterstützen. Um dies tun zu können, brauchen sie die passenden Rahmenbedingungen.

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Von einer raschen Integration geflüchteter Menschen haben alle etwas

Eine bezahlte Arbeit ermöglicht Menschen Teilhabe an der Gesellschaft und ist damit ein wichtiger Baustein für die Integration in die Gesellschaft. Das gilt für geflüchtete Menschen ganz genauso wie für langzeitarbeitslose Menschen. Daher ist es wichtig, bereits möglichst früh anzusetzen, um zumindest AsylwerberInnen mit einer hohen Anerkennungswahrscheinlichkeit frühzeitig auf den Zugang zum Arbeitsmarkt vorzubereiten – beispielsweise durch Deutschkurse oder andere Qualifizierungsmaßnahmen. Denn je früher sie eine Beschäftigung am Arbeitsmarkt finden, desto kürzer sind sie von staatlichen Transferleistungen abhängig. Davon haben alle etwas.

Vorhandene Kompetenzen für den Arbeitsmarkt nutzbar machen

Geflüchtete Menschen bringen in der Regel eine hohe Motivation und viel Zielstrebigkeit ein, sind oft noch sehr jung, wollen sich hier ein neues Leben aufbauen. Wichtig sind rasche (aber gleichzeitig natürlich qualitätsvolle) Asylverfahren, damit diese Motivation erhalten bleibt und nicht in Apathie und Hoffnungslosigkeit umschlägt.

Gesellschaft und Politik sollen Flüchtlinge unter dem Blickwinkel ihrer Fähigkeiten, nicht ihrer Defizite sehen. Viele Flüchtlinge bringen enorm viel Wissen, enorm viele Kompetenzen mit. Die Herausforderung ist, diese Kompetenzen zu erkennen, zu fördern und für den Arbeitsmarkt nutzbar zu machen. Hier ist eine geschlechtsspezifische Zugangsweise essentiell, da sich die Lebenswelten von geflüchteten Frauen und Männern oft stark unterscheiden. Soziale Unternehmen können bei dieser Aufgabe ein wichtiger Partner sein.

Soziale Unternehmen sind auch für geflüchtete Menschen ein geeigneter Entwicklungsrahmen auf Zeit

Soziale Unternehmen haben das passende Know-how, um Flüchtlinge auf ihrem Weg ins Erwerbsleben zu unterstützen. Als „Entwicklungsrahmen auf Zeit“ für Menschen, die es am Arbeitsmarkt schwer haben, sind Soziale Unternehmen geradezu prädestiniert für die Zielgruppe Flüchtlinge: Beratungsunternehmen haben das Wissen und das Können, um die Kompetenzen der betreffenden Personen festzustellen (z.B. mit dem Kompetenzcheck). Sozialökonomische Betriebe und Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte unterstützen arbeitssuchende Frauen und Männer nicht nur fachlich, sondern stehen ihnen auch bei allen für die Vermittlung in den Arbeitsmarkt relevanten Fragen und Schwierigkeiten zur Seite.

Um diesen Auftrag erfüllen zu können, brauchen Soziale Unternehmen geeignete Rahmenbedingungen. Mit einem Auftrag müssen sie ausreichende Ressourcen erhalten, allen voran muttersprachliche, professionelle SozialpädagogInnen bzw. TrainerInnen und ausreichend Zeit, um den tatsächlichen Kompetenzen, Fähigkeiten und Bedürfnissen auf die Spur zu kommen.

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