Regionale Held:innen

In Ebensee stehen Menschen an Abfüllstationen und produzieren täglich dreißig Paletten Salz für die Salinen Austria AG, das älteste Industrieunternehmen Österreichs. In Innsbruck reparieren und verschuben sie 600 Fahrräder, die im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Mal ausgeliehen wurden. In Markt Allhau stehen sie hinter dem einzigen Postschalter der Gemeinde und wissen, welche Kunden Beratung brauchen und welche einfach jemanden zum Reden. Die meisten von ihnen waren vor wenigen Monaten noch langzeitarbeitslos.

arbeit plus Soziale Unternehmen sind gemeinnützige Unternehmen in Österreich in der Arbeitsmarktintegration.

Sie liefern unter wirtschaftlichem Druck. Sie gewinnen öffentliche Ausschreibungen, halten Produktionsverträge ein und übernehmen Infrastrukturaufgaben, für die Kommunen und Betriebe auf verlässliche Partner angewiesen sind. Gleichzeitig qualifizieren sie Menschen, die der reguläre Arbeitsmarkt zu früh aufgegeben hat, und bringen einen bedeutenden Teil davon in dauerhafte Beschäftigung. Was dabei an Sozialleistungen einspart wird, was an Steuereinnahmen zurückfließt, was an regionaler Kaufkraft entsteht: das findet sich in keiner Bilanz der Unternehmen selbst, wohl aber in der Bilanz der Regionen, die sie tragen.

Die Serie Regionale Held:innen porträtiert Beispiele aus Sozialen Unternehmen, die diesen Mehrwert konkret und nachweisbar erbringen. Die ersten Porträts kommen aus dem Salzkammergut, aus Innsbruck, aus dem Burgenland und aus Vorarlberg.

Regionale Held:innen (weitere folgen):

BILDUNGSZENTRUM SALZKAMMERGUT – Das Salz der Erde

carla Tex Hohenems – Das zweite Leben der Dinge

vamos – Hier geht die Post ab

WAMS – ein Stadtrad in Innsbruck