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R.U.S.Z. startet Reparatur Café „schraube14“ in Wien

Reparatur-Cafés haben sich ausgehend von den Niederlanden über Belgien, Frankreich und Deutschland durchgesetzt. Das Wiener R.U.S.Z greift diese Idee auf, um gegen die geplante Obsoleszenz, das einprogrammierte Ablaufdatum von Elektro- und Elektronikgeräten anzukämpfen. Im Reparatur-Café „schraube14“ können unsere KundInnen Geräte, die aufgrund der hohen Arbeitskosten nicht wirtschaftlich repariert werden können, mit fachlicher Anleitung selbst reparieren.

Repariert werden Toaster, Mixer, Bügeleisen, Haarföns, Kaffee-Filtermaschinen, Lampen und andere Elektrogeräte, die man in einer Hand tragen kann. Aber auch der Tausch von Displays oder fest verbauten Akkus der letzten Gerätegeneration von Apple-Produkten wird angeboten. Das R.U.S.Z stellt Werkzeug und Kaffee zur Verfügung und die Bäckerei Ströck sponsert Mehlspeisen. Interessierte Menschen lernen so in einen gemütlichen Atmosphäre selbst zu reparieren und gewinnen damit ein Stück Unabhängigkeit zurück.

Die enormen Vorteile gegenüber bereits bestehenden „Repair Cafés“ sind der betriebliche Background des Mechatroniker-Fachbetriebes Reparatur- und Service-Zentrum R.U.S.Z und das regelmäßige, wöchentliche Gratis-Angebot. Alle benötigten Arbeitsmittel, wie Werkzeuge und Messgeräte sind bereits im Haus vorhanden. Ebenso ist genug technisch versiertes Personal verfügbar um die verschiedensten Gerätetypen professionell abzudecken. Durch die vorhandenen Werkstätten sind auch größere oder längerfristige Reparaturen, die nicht im Rahmen unseres Reparatur-Cafés zu erledigen sind, möglich. „schraube14 – RepCafe“ startete am 14. November im R.U.S.Z, 1140 Wien und findet nun jeden Donnerstag – sofern Werktag – von 14 – 17 Uhr statt. Diese regelmäßigen Öffnungszeiten sind nur deshalb möglich, weil unser Reparatur-Café im Rahmen einer Übungsfirma unseres Facharbeiter-Ausbildungsprogramms StarGate stattfindet.

Wir möchten generell einen Kulturwandel, weg von der aktuellen Konsum- und Wegwerfgesellschaft, hin zu einem überlegten und vor allem wertschätzenden Umgang mit den uns noch verbliebenen Ressourcen einleiten. In unserem Projekt „Schraube 14 – RepCafe“ wollen wir durch Hilfe zur Selbsthilfe kommerziell unrentable Reparaturen durchführbar und attraktiv machen. Durch Aktivierung des vorhandenen Sozialkapitals im Sinne von bestehenden Talenten die in der „schraube14 – RepCafé“ eine Plattform zum gemeinsamen Austausch aufbauen. Somit  werden nicht nur die EU-weiten abfallwirtschaftlichen Anforderungen zum Thema Abfallvermeidung praktisch umgesetzt, sondern auch durch das Vernetzen von Gleichgesinnten verschiedenen Geschlechts, Alters und unterschiedlicher Herkunft Diversität gelebt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des R.U.S.Z.