Projekt SOS Notstandshilfe

Mit dem Arbeitslosengeld NEU sollte im Jahr 2019 die Notstandshilfe gänzlich abgeschafft bzw. stark eingeschränkt werden.

Das hätte zur Folge gehabt, dass viele Arbeitslose im Anschluss an das Arbeitslosengeld KEINE Notstandshilfe mehr erhalten hätten. Obwohl sie als Erwerbstätige in das bewährte System einbezahlt hatten hätten sie direkt in das System der (verschärften) Sozialhilfe gewechselt. Armut und Ausgrenzung wären die Folgen gewesen statt Arbeitsmarktintegration und gesellschaftlicher Teilhabe. 

Dem wollte arbeit plus entgegenwirken und lud dazu ein, Teil der Kampagne SOS Notstandshilfe zu werden! 

Folgende Schritte wurden unternommen:

  • Bürgermeister:innen wurden eingeladen, sich in Form einer Bürgermeister:innenplattform zu organisieren, denn das Arbeitslosengeld NEU hätte die Budgets der Länder und Gemeinden besonders getroffen. Einige Landesnetzwerke von arbeit plus hatten Briefe an die Bürgermeister:innen in ihren Bundesländern versandt. Diese beinhalteten auch die hochgerechneten Zahlen von Bezieher:innen der Notstandshilfe in den jeweiligen Gemeinden. Im nächsten Schritt galt es, bei den Bürgermeister:innen nachzuhaken, mit ihnen Informations-Veranstaltungen zu initiieren und gemeinsam gegen die Erschwernis der Armutsbekämpfung in den Gemeinden aufzutreten.
  • Auch NGOs wurden eingeladen, sich zu vernetzen und ihre Kräfte zu bündeln. 
  • Auf der Website www.sos-notstandshilfe.at wurde Kampagnen-Materialien wie den Folder, Social Media Images, etc. zum Download angeboten. Mit dem Hashtag #sosnotstandshilfe wurde in den unterschiedlichen Social Media Kanälen Aufmerksamkeit für die Kampagne erzielt.

Das Projekt fand während 2019 statt. Die Website wurde 2026 eingestellt. 

Hier geht es zu einer Aufzeichnung von OKTO TV mit der damaligen Geschäftsführerin Judith Pühringer im Interview.