Vernetzung und lebendiger Austausch
Die Veranstaltung des vergangenen GSU Qualitätszirkels bot nicht nur Raum für fachliche Inputs, sondern vor allem für spannende Gespräche und den hilfreichen Austausch zwischen den Teilnehmenden. Der Gedanke der Vernetzung stand dabei im Mittelpunkt: Erfahrungen, Herausforderungen und Best Practices wurden geteilt, was zu neuen Perspektiven und konkreten Anregungen für die eigene Arbeit führte.
Neuerungen im EFQM-Modell & EFE: Was bedeutet das für GSU-Organisationen?
Im ersten Block wurden die aktuellen Entwicklungen im EFQM-Modell und im EFE-Prozess vorgestellt. Besonders im Fokus stand die Zusammenarbeit zwischen EFQM, EFE, ÖCERT und Quality Austria und die Frage, welche Konsequenzen sich daraus für Gemeinnützige Sozialunternehmen (GSU) ergeben. Die Diskussion zeigte, dass die neuen Anforderungen sowohl Chancen als auch Anpassungsbedarf mit sich bringen – etwa in der strategischen Ausrichtung oder der Dokumentation von Prozessen. Hier gab es Raum für Nachfragen und Klärungen, was zu einem vertieften Verständnis der Materie beitrug.
Kennzahlen im GSU: Praxisnahe Einblicke und Lernfelder
Ein zentrales Thema war der Umgang mit Kennzahlen im GSU-Bereich. In einem kurzen Input wurden zunächst grundlegende Fragen geklärt:
- Welche Kennzahlen sind relevant?
- Wo liegen typische Fehlerquellen oder Verbesserungspotenziale?
Im anschließenden Kleingruppen-Austausch wurden konkrete Beispiele diskutiert:
- „Bei welchen Kennzahlen tut ihr euch am schwersten?“
- „Auf welche Kennzahl seid ihr besonders stolz?“
Hier zeigte sich, dass viele Organisationen ähnliche Herausforderungen haben – etwa bei der Datenqualität, der Vergleichbarkeit oder der Ableitung von Maßnahmen. Gleichzeitig wurden auch Erfolgsbeispiele präsentiert, die Mut machen und als Inspiration dienen.
Tipp: Ein regelmäßiger, offener Austausch zu Kennzahlen kann helfen, Standards zu entwickeln und voneinander zu lernen.
KI im Qualitätsmanagement: Chancen, Risiken und Praxisbeispiele
Ein besonderes Highlight war der Input zu den Möglichkeiten von KI im Qualitätsmanagement. Hier wurden folgende Fragen beleuchtet:
- Welche Potenziale bietet KI für GSU und QM? (z.B. Automatisierung, Datenanalyse, Prozessoptimierung)
- Wo gilt es, besonders aufmerksam zu sein? (z.B. Datenschutz, Ethik, Transparenz)
Praktische Ideen und Tipps aus der Praxis
In den Kleingruppen wurde intensiv diskutiert:
- Sollte das GSU KI nutzen – und wenn ja, wie?
- Wie steht es um die Bewertung von Kriterienkatalogen (KK) durch KI?
Die Meinungen waren vielfältig, aber der Tenor war klar: KI kann ein hilfreiches Werkzeug sein – wenn sie verantwortungsvoll und zielgerichtet eingesetzt wird.
Fazit: KI wird das Qualitätsmanagement verändern. Wichtig ist, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten auseinanderzusetzen und klare Leitplanken zu definieren.
Ausblick: Was nehmen wir mit?
Die Veranstaltung zeigte, dass Qualitätsmanagement im GSU-Bereich lebendig und im Wandel ist. Ob EFQM, Kennzahlen oder KI – der Austausch untereinander und das Lernen voneinander sind zentrale Erfolgsfaktoren. Die Teilnehmenden gingen mit neuen Ideen, konkreten Anregungen und dem Gefühl nach Hause, gut vernetzt zu sein.

