Grund 6 von 7 · Investitionen in Soziale Unternehmen: die 7 Gründe
Der Kern der Arbeit Sozialer Unternehmen ist die Integration von Menschen in den Arbeitsmarkt, die anderswo keine Chance bekommen. Sozialökonomische Betriebe und Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte beschäftigen, qualifizieren und begleiten Menschen mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen und führen einen großen Teil von ihnen zurück in reguläre Arbeit. Diese Vermittlung gelingt unter erschwerten Bedingungen, denn die zugewiesenen Menschen sind häufig mit mehreren Problemlagen zugleich konfrontiert.
Wie hoch ist die Vermittlungsquote Sozialer Unternehmen?
Die Vermittlungsquote in den ersten und zweiten Arbeitsmarkt lag 2024 bei rund 38 Prozent, davon gelang 34 Prozent der Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Knapp die Hälfte aller Teilnehmer:innen fasst nach der Maßnahme am Arbeitsmarkt oder in einer weiterführenden Qualifizierung Fuß. Diese Vermittlungsquote entsteht trotz mehrfacher Vermittlungshemmnisse der zugewiesenen Menschen.
Fast vier von zehn Menschen finden über Soziale Unternehmen zurück in Beschäftigung. Weil Verantwortung sich rechnet.
Warum ist diese Vermittlungsquote unter erschwerten Bedingungen bemerkenswert?
Die Vermittlungsquote ist bemerkenswert, weil die zugewiesenen Menschen mit mehreren Problemlagen zugleich konfrontiert sind. Lange Arbeitslosigkeit, gesundheitliche Einschränkungen, fehlende Kinderbetreuung oder mangelnder öffentlicher Verkehr erschweren die Arbeitsaufnahme. Das Bildungszentrum Salzkammergut in Ebensee, das langzeitarbeitslose Menschen in der Salzabfüllung für die Salinen Austria qualifiziert, erreicht rund 40 Prozent Vermittlung in einer strukturschwachen Region. Wie hoch der Bedarf ist, zeigen die monatlichen Arbeitsmarktdaten des AMS.
Wo die Ausgangslage am schwierigsten ist, wiegt jede gelungene Vermittlung am schwersten. Weil Verantwortung sich rechnet.
Wie gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt?
Die Integration gelingt über ein erprobtes Stufenmodell aus Stabilisierung, Qualifizierung und begleiteter Beschäftigung. Soziale Unternehmen bieten reale Arbeit in einem geschützten Rahmen, bauen Schritt für Schritt Tagesstruktur, Selbstvertrauen und berufliche Kompetenzen auf und begleiten die Menschen bis in die reguläre Anstellung. Diese Begleitung reicht über die Vermittlung hinaus und sichert den nachhaltigen Verbleib im Arbeitsmarkt.
Begleitete Beschäftigung führt Menschen zurück, die der Arbeitsmarkt abgeschrieben hatte. Weil Verantwortung sich rechnet.
Welche weiteren Gründe sprechen für Investitionen?
Die Integration in den Arbeitsmarkt ist der sechste von sieben Gründen, die für Investitionen in Soziale Unternehmen sprechen. Sie greift mit der Wirkung über die Vermittlung hinaus, der Fachkräftesicherung und dem wirtschaftlichen Mehrwert ineinander. Die vollständige Übersicht aller sieben Gründe zeigt das Gesamtbild.
Quellen und Hintergrund
Die Angaben zur Vermittlungsquote beruhen auf folgenden Quellen:
- AMS Österreich, Arbeitsmarktdaten
- arbeit plus, Wirkungsbericht 2025 „Weil Verantwortung sich rechnet”
- arbeit plus, Regionale Held:innen (Bildungszentrum Salzkammergut Ebensee)
- arbeit plus, 7 Gründe für Investitionen in SÖBs und GBPs (2026)
Herausgeber: arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich. Stand: Juni 2026.
Soziale Unternehmen integrieren Menschen in den Arbeitsmarkt, die anderswo keine Chance bekommen, und erreichen dabei eine Vermittlungsquote von rund 38 Prozent. arbeit plus fordert, diese Integrationsleistung anzuerkennen und die dafür nötigen Strukturen langfristig abzusichern. Weil Verantwortung sich rechnet.
Weiterführende Links
- Datenbank Sozialer Unternehmen – Soziale Unternehmen in ganz Österreich, filterbar nach Bundesland, Branche und Angebot
- Aktuelle Arbeitsmarktentwicklung – monatlich aktualisierte Zahlen zu Arbeitslosigkeit und Langzeitbeschäftigungslosigkeit
- AMS Österreich – Arbeitsmarktdaten – offizielle Statistik zu Arbeitslosigkeit und Langzeitbeschäftigungslosigkeit
- Die 7 Gründe für Investitionen in Soziale Unternehmen – als PDF herunterladen
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