Warum sich Investitionen lohnen: Kreislaufwirtschaft durch Soziale Unternehmen

Grund 5 von 7 · Investitionen in Soziale Unternehmen: die 7 Gründe

Soziale Unternehmen verbinden Kreislaufwirtschaft mit Beschäftigung für Menschen mit Vermittlungshemmnissen. Rund ein Drittel der Betriebe sammelt, sortiert, repariert und verwertet und schafft so ökologischen und sozialen Nutzen zugleich.

Die Kreislaufwirtschaft gehört zu den zentralen Feldern der ökologischen Transformation, und Soziale Unternehmen sind hier seit Jahrzehnten aktiv. Sozialökonomische Betriebe und Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte sammeln und sortieren Alttextilien, reparieren Elektrogeräte, betreiben Sozialmärkte und Re-Use-Shops. Sie verbinden damit ökologische Leistung mit Beschäftigung für Menschen, die am Arbeitsmarkt schwer Fuß fassen. Was Ressourcen schont, schafft hier zugleich Arbeit.

Wie viele Soziale Unternehmen arbeiten in der Kreislaufwirtschaft?

Rund ein Drittel der Sozialen Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus arbeitet in der Kreislaufwirtschaft. Sie sammeln und sortieren Alttextilien, reparieren Elektrogeräte und Möbel, betreiben Sozialmärkte und Re-Use-Shops und schaffen Bewusstsein für nachhaltigen Konsum. Damit gehören sie zu den erfahrensten Akteuren der Kreislaufwirtschaft in Österreich.

Wo Wiederverwertung gelingt, entsteht zugleich Beschäftigung. Weil Verantwortung sich rechnet.

Wie verbinden Soziale Unternehmen Ökologie und Beschäftigung?

Soziale Unternehmen verbinden ökologische Leistung mit Beschäftigung, indem sie ressourcenschonende Tätigkeiten als Arbeits- und Qualifizierungsfelder nutzen. In Hohenems sortiert carla Tex als einziges Vollsortierwerk Österreichs jährlich über 1.500 Tonnen Gebrauchtkleider, von denen rund 60 Prozent als Bekleidung in den Kreislauf zurückkehren. Die Menschen, die dort arbeiten, erwerben zugleich Kompetenzen für den ersten Arbeitsmarkt. Ökologischer Nutzen und sozialer Nutzen entstehen so am selben Ort.

Ein Arbeitsplatz in der Kreislaufwirtschaft schont Ressourcen und schafft Perspektiven. Weil Verantwortung sich rechnet.

Warum wird die Kreislaufwirtschaft Sozialer Unternehmen wichtiger?

Die Kreislaufwirtschaft Sozialer Unternehmen wird wichtiger, weil die gesetzlichen Anforderungen steigen und Infrastruktur fehlt. Seit Januar 2025 ist die getrennte Sammlung von Alttextilien EU-weit verpflichtend, die anfallenden Mengen wachsen, und Sortier- und Verwertungskapazitäten sind knapp. Soziale Unternehmen verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in genau diesen Tätigkeiten und können diese Lücke füllen.

Wo neue Pflichten entstehen, liefern Soziale Unternehmen erprobte Lösungen. Weil Verantwortung sich rechnet.

Welche weiteren Gründe sprechen für Investitionen?

Die Kreislaufwirtschaft ist der fünfte von sieben Gründen, die für Investitionen in Soziale Unternehmen sprechen. Sie greift mit dem regionalen Mehrwert, dem wirtschaftlichen Mehrwert und der Fachkräftesicherung ineinander. Die vollständige Übersicht aller sieben Gründe zeigt das Gesamtbild.

Quellen und Hintergrund

Die Angaben zur Kreislaufwirtschaft beruhen auf folgenden Quellen:

  • arbeit plus, Wirkungsbericht 2025 „Weil Verantwortung sich rechnet”
  • arbeit plus, Regionale Held:innen (carla Tex Hohenems)
  • arbeit plus, 7 Gründe für Investitionen in SÖBs und GBPs (2026)

Herausgeber: arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich. Stand: Juni 2026.

Soziale Unternehmen verbinden Kreislaufwirtschaft mit Beschäftigung und leisten damit einen doppelten Beitrag zur ökologischen und sozialen Transformation. arbeit plus fordert, diese Doppelfunktion anzuerkennen und Soziale Unternehmen als Partner der Kreislaufwirtschaft langfristig abzusichern. Weil Verantwortung sich rechnet.

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