Geht Demokratie ohne Frauen? Nein!

24. Februar 2026

Demokratie ohne Frauen: Nicht vertreten, nicht wertgeschätzt, nicht gehört: Weshalb sich viele Frauen von Politik und demokratischer Teilhabe zurückziehen. Und welche Rolle Kürzungen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik dabei spielen.

In den kommenden Budgetverhandlungen geht es nicht nur um das Ausmaß der Einsparungen. Es geht auch um ihre Wirkung auf die Demokratie. Können wir uns das leisten? Wir sagen nein.

Zum Internationalen Frauentag laden arbeit plus – Soziale Unternehmen Österreich, Dachverband Frauen- und Mädchenberatung (ehem. Netzwerk österr. Frauen- und Mädchenberatungsstellen), ABZ*AUSTRIA, sprungbrett und FORESIGHT Research, zu einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Der Demokratiemonitor 2025 zeigt es in Zahlen: Seit 2018 wächst die Zahl der Frauen, die der Politik nicht mehr vertrauen, kontinuierlich. Besonders Frauen im unteren Einkommensdrittel, in systemrelevanten Berufen mit geringem Einkommen, arbeitslos oder langzeitbeschäftigungslos fühlen sich trotz der Leistungen, die sie erbringen und erbracht haben, in der Arbeitswelt wenig wertgeschätzt und von der Politik kaum vertreten. Die Folge: Sie ziehen sich aus der demokratischen Teilhabe zurück.

Die Ursachen sind strukturell: Alltagsbarrieren in der Arbeitswelt, ungleich verteilte Care-Arbeit, fehlende Sichtbarkeit und Netzwerke verstärken sich gegenseitig. Soziale Unternehmen wirkten diesem Kreislauf bisher entgegen: die Frauen den Berufs(wieder-)einstieg, Qualifizierungsprogramme, aus der Langzeitbeschäftigungslosigkeit führen, und niederschwelligen Räumen, die ihren Stimmen Gehör verschaffen.

Genau diese Programme stehen jetzt unter finanziellem Druck.
Können wir uns das leisten? Wir sagen nein.

Pressekonferenz:

WANN: 03.03.2026, 10 Uhr
WO: Presseclub Concordia (Bankgasse 8, A-1010 Wien) und hybrid

Rückmeldung und Details:

Eva Winterer

+43 664 4313590

eva.winterer@arbeitplus.at