arbeit plus ist tief betroffen vom Tod des langjährigen Wegbegleiters Rudolf Hundstorfer

Rudi Hundstorfer bleibt als großer Sozialpolitiker und Unterstützer der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Erinnerung.

Rudi Hundstorfer war ein tatkräftiger Verbündeter im Engagement gegen Langzeitarbeitslosigkeit und hatte dabei stets die Menschen im Blick. Die aktive Arbeitsmarktpolitik und die Rolle der Sozialwirtschaft waren ihm dabei immer ein besonderes Anliegen. Mit der Verankerung der Sozialen Unternehmen im Budget der aktiven Arbeitsmarktpolitik hatte er als Sozialminister einen wesentlichen Beitrag zum Bestand und zur Weiterentwicklung von Sozialen Unternehmen geleistet. Die Aufhebung dieser Zweckbindung im Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz im Jahr 2018, hat nicht nur ihn, sondern auch die Strukturen der Sozialen Unternehmen schwer getroffen.

Aus Judith Pühringers Festrede anlässlich des 30 Jahr-Jubliäums von bdv/ arbeit plus:
„Dass es um dieses Hinschauen und Nicht-Wegschauen geht, ist einer unter uns bei ganz vielen Gelegenheiten nicht müde geworden zu betonen: Bei der Frage der bedarfsorientierten Minddestsicherung und des Arbeitsmarktzuganges, beim Thema der Jugendlichen ohne Ausbildung und ohne Job und bei den steigenden Arbeitslosenzahlen: Rudi Hundstorfer. Du warst der Sozialminister, der am längsten im Amt war und das hat uns über viele Jahre die Gelegenheit gegeben, einen Minister wirklich gut kennenzulernen. Ein Minister, auf den wir uns gut verlassen konnten und der uns immer respektvoll und auf Augenhöhe begegnet ist.“

Über sein politisches Amt hinaus bleibt uns Rudi Hundstorfer mit seinem aufrichtigen Interesse an den Lebensrealitäten und seiner wertschätzenden Haltung gegenüber langzeitarbeitslosen Menschen in Erinnerung. Auch in der Pension blieb Rudi Hundstorfer arbeit plus und der Sozialwirtschaft, etwa als Vizepräsident der Volkshilfe, verbunden.

Judith Pühringer: „Wir haben Rudi Hundstorfer nicht zuletzt als offenen, herzlichen Menschen und glühenden Antifaschisten kennengelernt. Seine große Wertschätzung für die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte im 15. Wiener Gemeindebezirk im Rahmen unseres Erinnerungsprojekts Herklotzgasse21, bleibt mir immer in Erinnerung.“

Im Namen des gesamten arbeit plus Netzwerks, dem Vorstand und allen Mitarbeiter*innen, möchten wir der Familie unser aufrichtiges Mitgefühl aussprechen.