Flucht, Asyl & Integration in den Arbeitsmarkt

Titelseite des Themenpapiers Flucht & Integration in den Arbeitsmarkt

Themenpapier Flucht & Integration in den Arbeitsmarkt (Stand: 20. Mai 2016)

In 20 Sekunden

Arbeitschancen für geflüchtete Menschen zu schaffen ist ein Gebot der Stunde: nicht nur um ihnen eine rasche Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, sondern auch aus menschenrechtlicher Sicht und weil es ökonomisch sinnvoll ist. Soziale Unternehmen sind hier ein wichtiger Partner: Sie haben das nötige Know-how, um geflüchtete Menschen auf ihrem Weg ins Erwerbsleben bestmöglich zu unterstützen. Um dies tun zu können, brauchen sie aber die richtigen Rahmenbedingungen.

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Von einer raschen Integration geflüchteter Menschen haben alle etwas

Eine bezahlte Arbeit ermöglicht Menschen Teilhabe an der Gesellschaft und ist damit ein wichtiger Baustein für die Integration in die Gesellschaft. Das gilt für geflüchtete Menschen ganz genauso wie für langzeitarbeitslose Menschen. Daher ist es wichtig, bereits möglichst früh anzusetzen, um zumindest AsylwerberInnen mit einer hohen Anerkennungswahrscheinlichkeit frühzeitig auf den Zugang zum Arbeitsmarkt vorzubereiten – beispielsweise durch Deutschkurse oder andere Qualifizierungsmaßnahmen. Denn je früher sie eine Beschäftigung am Arbeitsmarkt finden, desto kürzer sind sie von staatlichen Transferleistungen abhängig. Davon haben alle etwas.

Vorhandene Kompetenzen für den Arbeitsmarkt nutzbar machen

Geflüchtete Menschen bringen in der Regel eine hohe Motivation und viel Zielstrebigkeit ein, sind oft noch sehr jung, wollen sich hier ein neues Leben aufbauen. Wichtig sind rasche (aber gleichzeitig natürlich qualitätsvolle) Asylverfahren, damit diese Motivation erhalten bleibt und nicht in Apathie und Hoffnungslosigkeit umschlägt.

Gesellschaft und Politik sollen Flüchtlinge unter dem Blickwinkel ihrer Fähigkeiten, nicht ihrer Defizite sehen. Viele Flüchtlinge bringen enorm viel Wissen, enorm viele Kompetenzen mit. Die Herausforderung ist, diese Kompetenzen zu erkennen, zu fördern und für den Arbeitsmarkt nutzbar zu machen. Hier ist eine geschlechtsspezifische Sichtweise essentiell. Soziale Unternehmen können bei dieser Aufgabe ein wichtiger Partner sein.

Soziale Unternehmen sind auch für geflüchtete Menschen ein geeigneter Entwicklungsrahmen auf Zeit

Soziale Unternehmen haben das Know-how, um Flüchtlinge auf ihrem Weg ins Erwerbsleben zu unterstützen. Als „Entwicklungsrahmen auf Zeit“ für Menschen, die es am Arbeitsmarkt schwer haben, sind Soziale Unternehmen geradezu prädestiniert für die Zielgruppe Flüchtlinge: Beratungsunternehmen haben das Wissen und das Können, um die Kompetenzen der betreffenden Personen festzustellen. Sozialökonomische Betriebe und Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte unterstützen arbeitssuchende Frauen und Männer nicht nur fachlich, sondern stehen ihnen auch bei allen für die Vermittlung in den Arbeitsmarkt relevanten Fragen und Schwierigkeiten zur Seite.

Um diesen Auftrag erfüllen zu können, brauchen Soziale Unternehmen aber auch geeignete Rahmenbedingungen. Mit einem Auftrag müssen sie auch ausreichende Ressourcen erhalten, allen voran muttersprachliche, professionelle SozialpädagogInnen bzw. TrainerInnen und ausreichend Zeit, um den tatsächlichen Kompetenzen, Fähigkeiten und Bedürfnissen auf die Spur zu kommen.

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