Experimentelle Arbeitsmarktpolitik und die Aktion 8000

Um auf den deutlichen Anstieg der Arbeitslosenrate ab dem Jahr 1981 zu reagieren entwickelte der damalige Sozialminister Alfred Dallinger ab 1983 unter dem Titel „experimentelle Arbeitsmarktpolitik“ viele neue arbeitsmarktpolitische Maßnahmen mit denen langzeitarbeitslose Menschen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden sollten.

Ein erster Schwerpunkt lag in der Schaffung von befristeten Arbeitsplätzen für langzeitarbeitslose Menschen sowohl in bereits bestehenden gemeinnützigen Einrichtungen („Aktion 8000“), als auch in neu gegründeten Betrieben. Aus diesen entwickelten sich in den folgenden Jahren die ersten sozialökonomischen Betriebe (SÖB) und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte (GBP). Parallel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze sollten Kursmaßnahmen und arbeitsmarktpolitische Beratungs- und Betreuungseinrichtungen die Vermittlungs- und Leistungsfähigkeit von langzeitarbeitslosen Menschen verbessern, sie weiter qualifizieren und ihnen helfen private Probleme zu lösen, welche die Aufnahme einer neuen Arbeit erschweren könnten.

Wichtigste Maßnahmen der experimentellen Arbeitsmarktpolitik

  • Aktion 8000
  • sozialökonomische Beschäftigungsprojekte
  • kooperative Unternehmensgründungen
  • soziale Kursmaßnahmen
  • arbeitsmarktpolitische Beratungs- und Betreuungsmaßnahmen

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