Arbeitslosigkeit & Arbeitslosenquote

Arbeitslosigkeit wird vom AMS Österreich mit Registerdaten erhoben

Für die österreichische Arbeitslosen-Statistik gelten jene Personen als arbeitslos, die zum jeweiligen Stichtag am letzten Werktag im Monat bei den regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice als arbeitslos vorgemerkt waren (Registerarbeitslosigkeit). Um die Arbeitslosenquote zu berechnen, wird der Zahl der auf diese Weise vorgemerkten Arbeitslosen zum sogenannten Arbeitskräftepotenzial ins Verhältnis gesetzt. Darunter wird die Summe der arbeitslosen Personen sowie der unselbständig Beschäftigten verstanden.

Im Statistikteil unserer Website finden sie Informationen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit im aktuellen Monat sowie zur langfristigen Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung von 1946 bis heute.

Eurostat nutzt europaweite Umfrage zur Berechnung von Arbeitslosigkeit

Im Gegensatz zu den Daten des AMS Österreich beruht die vom Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) erhobene Arbeitslosenquote auf quartalsmäßig in allen Mitgliedstaaten der EU erhobenen Umfragedaten der Arbeitskräfteerhebung (AKE). Hier gelten jene Personen als arbeitslos, die während einer bestimmten, abgefragten Woche nicht erwerbstätig waren, aktiv einen Arbeitsplatz suchen und innerhalb von zwei Wochen für eine neue Erwerbstätigkeit verfügbar wären. Mit dieser Definition gelten selbst jene Personen als erwerbstätig, die nur eine einzige Stunde in der Woche gearbeitet haben.

Die durch Eurostat veröffentlichte Arbeitslosenquote ist als Anteil der arbeitslosen Personen an allen Erwerbspersonen definiert. Damit werden – anders als in den österreichischen Daten – auch Selbständige oder geringfügig Beschäftigte miteinbezogen. Aus diesen Gründen ist die von Eurostat berechnete Arbeitslosenquote immer niedriger als die Registerarbeitslosenquote des AMS Österreich.