Lexikon

Was genau ist eigentlich experimentelle Arbeitsmarktpolitik, Langzeitbeschäftigungslosigkeit oder die Aktion 8000? In diesem Bereich finden Sie Definitionen zu wichtigen Begriffen rund um Sozialwirtschaft und Arbeitsmarktpolitik in Österreich.

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Arbeitslosigkeit & Arbeitslosenquote

In den österreichischen Medienberichten werden bei Berichten über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit zwei verschiedene Quellen herangezogen. Während die österreichische Arbeitslosenstatistik auf Registerdaten des AMS beruht, berechnet Eurostat die Arbeitslosenquote auf Grundlage einer in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union durchgeführten Umfrage. [Weiterlesen]

 

Beratungs- und Betreuungseinrichtungen (BBE)

Arbeitsmarktbezogene Beratungs- und Betreuungseinrichtungen (BBE) bieten individuelle und maßgeschneiderte Leistungen für Menschen, die aufgrund verschiedenster Probleme keinen Zugang zum Arbeitsmarkt finden. Sie unterstützen mit ihrem spezifischen Wissen die Arbeit des AMS und versuchen ihre KlientInnen bei der Bewältigung von Problemen zu unterstützen. [Weiterlesen]

 

Experimentelle Arbeitsmarktpolitik und die Aktion 8000

Um auf den deutlichen Anstieg der Arbeitslosenrate ab dem Jahr 1981 zu reagieren entwickelte der damalige Sozialminister Alfred Dallinger ab 1983 unter dem Titel „experimentelle Arbeitsmarktpolitik“ viele neue arbeitsmarktpolitische Maßnahmen mit denen langzeitarbeitslose Menschen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden sollten. Diese Maßnahmen ermöglichten erst die Entwicklung vieler heute bei arbeit plus vernetzten Sozialen Unternehmen. [Weiterlesen]

 

Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung (SÖBÜ/GBPÜ)

Die Gemeinnützige Arbeitsüberlassung (SÖBÜ bzw. GBPÜ) ist eine Spezialform der Sozialökonomischen Betriebe und Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte, die das Instrument der Arbeitskräfteüberlassung nutzt, um arbeitslose Menschen beim (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Das Ziel der Gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung ist, dass die betreffenden ArbeitnehmerInnen in ein reguläres Dienstverhältnis übernommen werden.

 

Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt (GBP)

Ein Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt (GBP) ist ein vom Arbeitsmarktservice (AMS) gefördertes Soziales Unternehmen, das zeitlich befristete Arbeitsplätze für arbeitsmarktferne und langzeitbeschäftigungslose Menschen zur Verfügung stellt. Diese sogenannten Transitarbeitsplätze sind für Menschen gedacht, die aus verschiedensten Gründen schon lange arbeitslos sind und sollen ihnen helfen, wieder eine ungeförderte Beschäftigung am regulären Arbeitsmarkt zu finden. [Weiterlesen]

 

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit dem Begriff der Langzeitarbeitslosigkeit erfasst das AMS Österreich Menschen, die ein Jahr arbeitslos sind und während dieser Zeit keine länger dauernde Förderung erhalten haben. Mit dieser Definition ist die Langzeitarbeitslosigkeit eine beeinflussbare Größe, die – bei einem angemessenen Förderbudget für das AMS – sehr klein sein sollte. Zur Messung von lange andauernder Arbeitslosigkeit ist der Indikator der Langzeitbeschäftigungslosigkeit besser geeignet. [Weiterlesen]

 

Langzeitbeschäftigungslosigkeit

Der Indikator der Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist am besten geeignet, um lange andauernde und verfestigte Arbeitslosigkeit zu messen. Als langzeitbeschäftigungslos gelten Menschen, die zumindest zwölf Monate beim AMS gemeldet waren. Anders als bei der Langzeitarbeitslosigkeit werden hier Schulungszeiten oder auch die Suche nach einer Lehrstelle gleich wie Arbeitslosigkeit behandelt. [Weiterlesen]

 

Richtlinien

Die bei arbeit plus vernetzten Sozialen Unternehmen sind ein wichtiger Bestandteil der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Österreich und arbeiten auf der Grundlage verschiedener Richtlinien des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS). Die wichtigsten Richtlinien können Sie hier herunterladen. [Weiterlesen]

 

Soziale Integrationsunternehmen (SIU)

Die Bezeichnung “Soziale Integrationsunternehmen (SIU)” ist ein Überbegriff für gemeinnützige Unternehmen, die arbeitsmarktferne Menschen beschäftigen, qualifizieren und umfassend betreuen um sie so beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Unter dem Begriff werden sowohl sozialökonomische Betriebe (SÖB), als auch gemeinnützige Beschäftigungsprojekte (GBP) und Beschäftigungsgesellschaften (BG) zusammengefasst. [Weiterlesen]

 

Soziale Unternehmen

Alle bei arbeit plus vernetzten Sozialen Unternehmen erzeugen Produkte und bieten Dienstleistungen an, die sich am freien Markt bewähren. In einem wichtigen Punkt unterscheiden sie sich jedoch von anderen Unternehmen: sie beschäftigen und beraten Menschen die schon lange Zeit arbeitslos sind und unterstützen diese bei ihrem (Wieder-) Einstieg in den Arbeitsmarkt. Sie verfolgen damit wirtschaftliche, soziale und arbeitsmarktpolitische Ziele in gleichem Ausmaß. [Weiterlesen]

 

Sozialökonomischer Betrieb (SÖB)

Ein Sozialökonomischer Betrieb (SÖB) ist ein vom Arbeitsmarktservice (AMS) gefördertes Soziales Unternehmen, das zeitlich befristete Arbeitsplätze für arbeitsmarktferne und langzeitbeschäftigungslose Menschen zur Verfügung stellt. Diese sogenannten Transitarbeitsplätze sind für Menschen gedacht, die aus verschiedensten Gründen schon lange arbeitslos sind und sollen ihnen helfen, wieder eine ungeförderte Beschäftigung am regulären Arbeitsmarkt zu finden. [Weiterlesen]

 

Zweiter Arbeitsmarkt

Im Gegensatz zum ersten Arbeitsmarkt besteht der zweite Arbeitsmarkt aus Arbeitsplätzen, die mit Hilfe von staatlichen Förderungen aus der aktiven Arbeitsmarktpolitik geschaffen werden. Mit zeitlich befristeten Arbeitsplätzen sollen arbeitsmarktferne und langzeitarbeitslose Menschen dabei unterstützt werden, wieder eine Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt zu finden. [Weiterlesen]