„Chancenlos – trotz Chancengleichheit“: Petition jetzt unterzeichnen!

Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderungen ist in Österreich mehr als doppelt so hoch, wie in der restlichen Bevölkerung. Wird es am Arbeitsmarkt insgesamt eng, haben Menschen mit Beeinträchtigungen kaum noch eine Chance auf einen Job. Eine Tagung von „Chance B“, einem Sozialen Unternehmen im steirischen Gleisdorf, beschäftigte  sich deshalb am 24. Juni mit der Frage, wie die Arbeitsintegration von Menschen mit Beeinträchtigungen gelingen kann. Auf der Tagung wurde eine „Deklaration der Teilnehmerinnen und Teilnehmer“ formuliert, die später noch verfeinert wurde. Nun ist diese Deklaration fertig und zur Unterschrift bereit.

So fordern die VerfasserInnen in der Deklaration unter anderem, dass das AMS Menschen mit Behinderungen wieder in seine Ziele aufnimmt und für diese Zielgruppe ausreichende Mittel bereitstellt. Denn beim Zugang von Menschen mit Behinderung zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Sozialökonomischen Betrieben und Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten ist es in den letzten Jahren zu Verschlechterungen gekommen.

Ebenso wird die Bundesregierung aufgefordert, den Übergang von „Arbeitsunfähigkeit“ zu Arbeitsfähigkeit zu verbessern. Aktuell arbeiten rund 20.000 Menschen in verschiedensten Beschäftigungsformen, obwohl sie als „nicht arbeitsfähig“ eingestuft worden sind. Sie haben keine arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Absicherung und erhalten nur ein Taschengeld. Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderung und damit die Abschaffung der Arbeitsunfähigkeit. Alle Menschen, die arbeiten wollen und können, sollen die Möglichkeit erhalten, auf an ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse angepassten Arbeitsplätzen zu ihrem Lebensunterhalt beizutragen.

Für einen erweiterten Arbeitsmarkt

Für Österreich gelte es, heißt es in der Deklaration, eine Strategie zu entwickeln, wie Gemeinnützige Sozialwirtschaftliche Betriebe unter berechenbaren Rahmenbedingungen benachteiligten Personengruppen dauerhaft Arbeit geben können. Die nationale Arbeitsmarktpolitik solle sich für einen eingeschränkten Personenkreis zur Förderung von Dauerarbeitsplätzen bekennen.

Die Deklaration „Chancenlos – trotz Chancengleichheit“ zum Durchlesen und Unterschreiben finden Sie hier