„Es heißt heute Input-Output“

„Die Chancen, Lebensqualität zu verwirklichen, waren vielleicht noch selten so gut wie sie heute sind. Aber heute haben wir zum Teil wieder mehr Rückschritte. Es heißt heute Input-Output“, kritisiert der Schweizer Soziologe Ueli Mäder. Die Sozialplattform Oberösterreich nahm ihr 30jähriges Jubiläum zum Anlass, im Rahmen einer gut besuchten Fachtagung nach den Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Jahr 2025 zu fragen.

Fehler sind erlaubt

Ueli Mäder: „Wir dürfen Fehler machen, wenn Menschen merken, dass wir uns ehrlich für sie interessieren“

Die Tagung anlässlich des 30jährigen Jubiläums der Sozialplattform OÖ. war gut besucht.

In seinem fesselnden Vortrag ging der Schweizer Uniprofessor Mäder deshalb auf dieses Thema ein: „Ich wünsche mir eine soziale Arbeit, die sich kritisch für den sozialen Ausgleich engagiert, die das auch theoretisch fundiert macht und die ihre Vorteile nutzt, relativ basisnah zu sein.“ Soziale Arbeit solle einen lernenden Zugang haben und auch selbstreflexiv sein, so Mäder weiter. Zudem plädierte der Soziologe für mehr Mut: „Wir dürfen Fehler machen, wenn Menschen merken, dass wir uns ehrlich für sie interessieren. In Anlehnung an das Graffiti der Jugendbewegung gilt: Wir scheitern nicht an den Niederlagen, die wir erleiden, sondern an den Auseinandersetzungen, die wir nicht wagen.“

Happy Birthday! Am Schluss zückte Josef Pürmayr von der Sozialplattform OÖ. das Messer.

Mäders Rede, weitere Vorträge des Sozial- und Wirtschaftswissenschafter Josef Hochgerner über soziale Innovationen und der Professorin für Sozialwirtschaft an der FH Kärnten, Waltraud Grillitsch, über Chancen und Risiken von Kooperationen sowie eine Podiumsdiskussion mit VertreterInnen aus Sozialpolitik, Sozialwirtschaft und den Vortragenden sorgten für einen abwechslungsreichen Tag. Den feierlichen Ausklang bildete – wie könnte es anders sein – eine großes Geburtstagstortenfestessen.

Einen 20minütigen Filmbericht über die Tagung finden Sie hier

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