TransitmitarbeiterInnen bei archäologischen Grabungen in St. Pölten

Derzeit arbeiten drei früher langzeitarbeitslose Menschen mit der Archäologisch-Sozialen Initiative Niederösterreich (ASINOE) an archäologischen Grabungen auf dem St. Pöltner Domplatz. Für Bürgermeister Matthias Stadler ist es von besonderer Bedeutung, dass die Ausgrabungen einen sozialen Aspekt haben: durch die Zusammenarbeit mit ASINOE „können die ehemaligen Beschäftigungslosen wieder in den Arbeitsprozess integriert werden und leisten einen wertvollen Beitrag für die Erforschung der Stadtgeschichte sowie zur Aufbereitung der Grundlagen für die Neugestaltung des St. Pöltner Domplatzes.“ Für ihn hat sich die Zusammenarbeit mit ASINOE – einem Mitglied des NÖB – bewährt.

ASINOE ist ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt aus Krems, welches Archäologie und Sozialarbeit kombiniert. Früher langzeitarbeitslose Menschen arbeiten bei ASINOE an Ausgrabungen und anderen archäologischen Projekten. Ihre Arbeitsplätze werden vom Arbeitsmarktservice bis zu ein Jahr lang gefördert. Zusätzlich erhalten sie eine sozialarbeiterische Betreuung, werden beraten und Schritt für Schritt wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt. Seit der Gründung im Jahr 1991 haben weit mehr als 1.000 Menschen bei ASINOE eine Beschäftigung und Betreuung gefunden. Aktuell betreuen die bei ASINOE dauerhaft angestellten SozialarbeiterInnen und ArchäologInnen 40 langzeitarbeitslose Menschen. Gerade dieser Mix aus Praxis, Theorie und sozialarbeiterischer Begleitung führt für ASINOE zum Erfolg bei den Grabungen und der Arbeitsmarktintegration der betroffenen Menschen.

Auch die erste Zwischenbilanz der Grabungen auf dem Domplatz fiel  positiv aus: insgesamt arbeiten derzeit 20 Personen an der Grabung, die bis jetzt etwa 32.500 Fundstücke, wie Keramikobjekte und Tierknochen auf dem St. Pöltner Domplatz gesichert haben.